Häufig gestellte Fragen

In dieser Liste beantworten wir Ihnen die häufigsten Fragen rund um die Fahrweise mit Eco-Drive. 

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Allgemeines zur Eco-Drive Fahrtechnik

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Was ist Eco-Drive?

Mit der Eco-Drive Fahrtechnik fahren Sie nicht nur sicherer, wirtschaftlicher und umweltfreundlicher, sondern auch entspannter. Und um mit einem oft gehörten Vorurteil aufzuräumen: Sie fahren zügig. Ob Sie Neulenker sind oder seit längerem am Steuer sitzen – ein Eco-Drive-Kurs verhilft Ihnen zu mehr Lebensqualität am Steuer.

 

Gibt es Eco-Drive Regeln?

Ja, die vier goldenen Regeln lauten:
1. Im höchstmöglichen Gang und bei tiefer Drehzahl fahren.
2. Zügig beschleunigen.
3. Früh hochschalten, spät herunterschalten.
4. Vorausschauend und gleichmässig fahren; unnötige Brems- und Schaltmanöver vermeiden.

 

Wer steht hinter Quality Alliance Eco-Drive?

Die Quality Alliance Eco-Drive (QAED) ist eine Organisation von Verkehrsverbänden, Kursanbietern, Bundesstellen und privaten Organisationen. Die QAED ist zertifizierter Partner von EnergieSchweiz und ein Grossprojekt der Stiftung Klimarappen. Und sie ist Partnerin der Europäischen Eco-Drive Initiative.
Das Ziel von QAED ist, mit Eco-Drive das ökonomische und ökologische Fahren in breiten Bevölkerungskreisen der Schweiz zu vermitteln. Auf der Basis wissenschaftlicher Fakten setzt die QAED Standards, lizenziert die Ausbildungskurse, kontrolliert die Ausbildung und sorgt für die gleichbleibende Qualität der Marke Eco-Drive.

 

Wird das Fahren mit Eco-Drive geprüft?

Seit 2005 ist Eco-Dive Bestandteil der PW-Führerprüfung.

 

Wer bietet Eco-Drive-Kurse an?

Zertifizierte Eco-Drive Veranstalter für PW sind:
Centre de formation L-2, Sàrl; Centre L2-Fribourg, Romont; Auto-Moto école, St. Maurice; Driving Center Schweiz, Safenwil; Driving Graubünden, Cazis; Fahrhof Wohlen; Fédération romande des écoles de conduite, Lausanne; Institut de Pédagogie de la Circulation, Sion; Schweizerisches Verkehrspädagogisches Institut, Malters, TCS.

Zertifizierte Eco-Drive Veranstalter für LW:
ASTAG; Bernmobil; Berufsfachschule BBB; Driving Center, Safenwil; Driver Training, Wohlen; Centre L2-Fribourg; L2-St-Maurice; MAN; Mercedes-Benz; Zugerland Verkehrsbetriebe.

 
 

Eco-Drive Fahrzeugtechnik

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Was heisst Schubabschaltung?

Fast alle PW verfügen über eine Schubabschaltung. Sobald Sie den Fuss vom Gaspedal nehmen, wird bei einer Drehzahl von über ca. 1500 U/min die Kraftstoffzufuhr zum Motor unterbrochen, der Verbrauch sinkt auf Null.

 

Was bewirkt die Schubabschaltung?

Die Schubabschaltung beim Fahrzeug wird aktiviert, wenn Sie ohne Gas und ohne Kupplung ausrollen, die Drehzahl jedoch bei über 1100 U/min liegt. Die Schubabschaltung nutzen Sie, wenn Sie in eine Ortschaft einfahren, wenn Sie vor einer Ampel verlangsamen oder bergabwärts fahren. Wichtigste Regel: nicht zu früh auskuppeln. Wird die Drehzahl zu niedrig, schalten Sie einfach einen Gang herunter.

 
 

Kurse, Eco-Drive lernen

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Wie kann ich Eco-Drive lernen?

Eco-Drive bietet für jeden Wunsch den passenden Kurs, zum Beispiel als persönliche Schulung mit einem Eco-Drive Trainer oder als Gruppenkurs. Angeboten werden Tages- und Halbtageskurse, Begleitfahrten, Fahrsimulatoren und Gratistestfahrten. Zur Kursübersicht

 

Welche Eco-Drive-Kurse sind WAB-anerkannt?

Nur die durch die WAB-Zentren speziell angebotenen Eco-Drive Kurse für Neulenker sind WAB-anerkannt.

 
 

Sparen beim Fahren

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Wie kann ich mit der Eco-Drive-Fahrweise sparen?

ÖKOLOGISCH SPAREN:
Sie können 10 bis 15 % Treibstoff sparen, denn mit Eco-Drive sinkt der Treibstoffverbrauch markant.

WENIGER VERSCHLEISS:
Durch das schonende Fahren wird das Fahrzeug weniger belastet, seine Lebensdauer steigt und die Reparaturkosten sinken.

ENTSPANNT UND ZÜGIG UNTERWEGS:
Eco-Drive bedeutet sicheres und entspanntes Fahren. Sie sind zügig unterwegs, verursachen weniger Lärm, weniger Unfälle und sind weniger gestresst.

EIN PLUS FÜR DEN KLIMASCHUTZ:
Eco-Drive bedeutet auch umweltfreundliches Fahren: Der CO2-Ausstoss wird deutlich reduziert.

 

Was heisst niedertourig fahren?

Das A und O von Eco-Drive ist das niedertourige Fahren. Schalten Sie möglichst zwischen 1500 und 2500 Umdrehungen pro Minute. Fahren Sie nicht höher als mit 2500 U/min.

Beim niedertourigen Fahren nutzen Sie das moderne Fahrzeugmanagement. Das Ergebnis ist ein niederer Treibstoffverbrauch sowie mehr Sicherheit und Fahrkomfort bei gleicher Geschwindigkeit.

 

Wie fahre ich bergab?

Bergab fahren Sie in einem Gang, mit dem Sie kein Gas geben und möglichst wenig bremsen müssen.

 

Wie fahre ich bergauf?

Bergauffahren erfordert ein besonderes Gespür. In der Regel gilt: Niedrige Drehzahl, möglichst im höchsten Gang mit viel Gas. Ein Beispiel: Im 5. Gang bei 1300 U/min mit 3/4 Gas verbraucht 9,8 Liter. Im 3. Gang bei 2200 U/min mit 1/4 Gas hingegen 13,1 Liter.

 

Wie fahre ich mit Eco-Drive?

Konstant fahren: Im möglichst hohen Gang.
Beschleunigen: Zügig Gas geben und sofort in den nächst höheren Gang schalten.
Verlangsamen: Spät runterschalten, Schubabschaltung nutzen.
Bergauf: So lange im hohen Gang fahren, wie der Motor Gas annimmt.
Bergab: Schubabschaltung nutzen, Fuss von der Kupplung nehmen.

 

Wie fahre ich Eco-Drive mit einem Automatikgetriebe?

Die Eco-Drive Fahrweise mit herkömmlichen Schaltgetrieben kann grundsätzlich ebenfalls für sämtliche Automatengetriebe angewedet werden.
Automat (Wandlerautomat), Direktschaltgetriebe (z.B. DSG, DKG, PDK)

1. Vorausschauend und gleichmässig fahren, unnötige Bremsmanöver vermeiden
    (Fahrzeug rollen lassen, Tempomaten einsetzen)

2. Schaltstufe D nutzen
     (manuelles Eingreifen und die Stellung “Sport“ vermeiden)

3. Moderat Gas geben 
   (Gaspedal nie ganz durchtreten, Kickdown vermeiden)

4. Beim Erreichen der gewünschten Geschwindigkeit, Gaspedal zurücknehmen
   (das Getriebe schaltet somit früher in eine höhere Schaltstufe)

Beim DSG/ DKG/ PDK zu beachten:
Beim Halten an Steigungen versuchen sie nicht, das Fahrzeug mit eingelegte Fahrstufe und durch Gas geben am Wegrollen zu hindern (Beschädigung durch Überhitzung möglich)

Beachten Sie die entsprechende Bedienungsanleitung.



 

Wie fahre ich Eco-Drive mit einem Hybrid?

Die Grundsätze der Eco Drive Fahrweise sind mit Hybridfahrzeugen ebenfalls anzuwenden.
Durch die vielfältige Hybrid-Systeme sind die Hinweise des Herstellers (Bedienungsanleitung) zu befolgen.

 

Soll ich bei Rotlicht den Motor abstellen?

Ja. Dazu können Sie hier das Info-Blatt des TCS runterladen.

 

Tipps zum Sparen?

Fahrgemeinschaften bilden, Kurzstrecken meiden, Motor nicht unnötig laufen lassen, Motorstart ohne Gaspedal, niedertourig fahren, elektrische Verbraucher (z.B. Klimaanlage) sparsam einsetzen, Motor auch bei kurzer Wartezeit abschalten, Schubabschaltung nutzen, Vorausschauend fahren.

 

Gibt es eine Komforteinbusse durch Eco-Drive?

Nein, im Gegenteil, der Fahrkomfort wird mit Eco-Drive um rund ein Drittel gesteigert: Sie haben weniger Lärm, weniger Beschleunigungen und Verzögerungen, eine gleichmässigere Geschwindigkeit, weniger Stress und ein kleineres Unfallrisiko.

 

Gilt Eco-Drive für Benzin- und Dieselmotoren?

Ja, auch für Dieselmotoren gilt das gleiche Prinzip: Sie können 10 bis 15% Treibstoff sparen.

 

Brauche ich mehr Benzin wenn ich schneller fahre?

Mit zunehmender Geschwindigkeit steigt der Luft- und Rollwiderstand (Fahrwiderstand) und damit der Treibstoffverbrauch. Der Luftwiderstand steigt im Quadrat zur Geschwindigkeitszunahme.

 

Wieviel Treibstoff kann ich sparen?

Mit Eco-Drive sparen Sie 10-15% pro Jahr. Das heisst auch, dass Sie CO2 einsparen und somit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

 

Wird der Lärm auch reduziert?

Ja. 20 Personenwagen mit einer Motordrehzahl von 2000 Umdrehungen pro Minute verursachen gleich viel Lärm wie ein einziges Auto mit 4000 U/min (bezogen auf das Motorengeräusch). Auch durch den richtigen Pneudruck reduzieren Sie den Lärm – und mit dem Abstellen des Motors vor dem Rotlicht.

 

Hilft der Tempomat Benzin zu sparen?

Ja. Der Tempomat führt zu einer gleichmässigen und ruhigen Fahrt. Damit verbrauchen Sie weniger Treibstoff.

 
 

Sparen vor und nach dem Fahren

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Wie kann ich sonst noch Treibstoff sparen?

Verzichten Sie auf Dachlasten. Ski- und Gepäckträger erhöhen den Treibstoffverbrauch um bis zu 39%. Darum nach Gebrauch sofort wieder entfernen. Prüfen Sie regelmässig den Reifendruck.

 

Wieviel Luft verliert ein Reifen?

Der Reifendruck sinkt schon in 4 Monaten um 10%.

 

Gibt es Komforteinbussen durch höheren Reifendruck?

Ein erhöhter Reifendruck bis zu 0,5 bar über dem empfohlenen Mindestdruck ermöglicht eine sofortige Einsparung von rund 3% Treibstoff, und das bei nur leicht geringerem Fahrkomfort und höherer Sicherheit.

 

Was bewirkt der Reifendruck?

Was bewirkt der Reifendruck?

Der Reifendruck entscheidet über die Grösse der Auflagefläche der Reifen. Bei optimalem Luftdruck hat der Reifen mit der gesamten Lauffläche Kontakt zur Fahrbahn. Zu hoher Luftdruck wirkt sich negativ auf den Abrieb aus, da der Reifen mehrheitlich in der Mitte Kontakt zur Fahrbahn hat, bei zu niedrigem Luftdruck liegt der Verschleiss mehrheitlich an den Reifenrändern.

 

Wie häufig soll der Reifendruck kontrolliert werden?

Machen Sie es sich zur Regel, den Reifendruck mindestens alle 2 Monate zu kontrollieren. Den richtigen Luftdruck entnehmen Sie der Bedienungsanleitung. Optimal ist, wenn Sie den angegebenen Mindestluftdruck um weitere 0.5 bar erhöhen.

 

Verbraucht mein Auto mit Dachlasten mehr Benzin?

Ski und Gepäckträger erhöhen den Treibstoffverbrauch um bis zu 39%. Deshalb die Dachträger nach Gebrauch sofort wieder entfernen. Ein Skiträger verbraucht rund 7,5% mehr Benzin, ein Skikoffer rund 16% und Dachgepäck rund 39%.

 
 

Fragen allgemein

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Der Motor stottert wenn ich innerorts im 5. Gang fahre. Ist das richtig?

Nein, fahren Sie im höchstmöglichen Gang, aber nicht so, dass der Motor stottert.

 

Kann Eco-Drive auch beim Motorrad angewendet werden?

Ja. Schalten, Reifendruck und Gepäck verhalten sich wie beim Auto.

 

Wieviel CO2 konnte 2009 durch Eco-Drive gespart werden?

Im Jahr 2009 konnten in der Schweiz 45'000 Tonnen CO2 reduziert werden. Das entspricht über 350'000 Tankfüllungen. In der Schweiz sind rund 4 Millionen Fahrzeuge zugelassen.. 

 
 

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